Versorgungssichherheit für Fernwärme

Das Arbeitsblatt FW 1000 der Arbeitsgemeinschaft Fernwärme e.V. (AGFW) beschreibt die Anforderungen an Organisation, Qualifikation und technische Betriebsabläufe in der Fernwärmeversorgung. Die enercity Netzgesellschaft mbH erfüllt diese anerkannten Regeln der Technik. Das wurde 2013 zum wiederholten Mal von Prüfern der AGFW für alle Betriebsbereiche bestätigt. Die Prüfung des Technischen Sicherheitsmanagements (TSM) ist freiwillig und gilt jeweils für fünf Jahre. Bei größeren organisatorischen Veränderungen im Unternehmen bzw. nach Ablauf der fünf Jahre ist eine erneute Auditierung/Überprüfung erforderlich, um das TSM-Zertifikat zu erhalten.

Was ist überhaupt „Technisches Sicherheitsmanagement (TSM)?"

Versorgungssicherheit der Netzinfrastruktur Fernwärme: TSM Zertifikat AGFW

Bildbeschreibung: Versorgungssicherheit der Netzinfrastruktur Fernwärme

Die enercity Netzgesellschaft mbH hat ihr Technisches-Sicherheits-Management (TSM) durch die AGFW prüfen lassen. Überprüft wurden die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die technische Sicherheit.

Die AGFW ist die Arbeitsgemeinschaft Fernwärme, sie nennt sich selbst „Effizienzverband für Wärme, Kälte und KWK" und ist als zentrale regelsetzende Organisation in Deutschland im Fernwärmefach anerkannt.

Das Technische Sicherheitsmanagement unterstützt Unternehmen der Versorgungswirtschaft und der Industrie in der rechtssicheren Organisation ihrer Betriebsprozesse. Um eine sichere Fernwärmeversorgung zu gewährleisten, müssen die Anforderungen an die organisatorischen Strukturen und personellen Qualifikationen im Unternehmen erfüllt sein. Die TSM-Prüfbescheinigung dokumentiert die Erfüllung von Anforderungen der technischen Sicherheit nach außen.

In einem mehrtägigen Audit durch externe Prüfer wurden allgemeine organisatorische Fragen, beginnend vom Organigramm über die Organisation des Bereitschaftsdienstes bis hin zur Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen geprüft. Dabei wurden unter anderem die Regelungen zu gefährlichen Arbeiten, Planung, Bau und Instandhaltung der Netze und Anlagen sowie Dokumentation der Anlagenkomponenten abgefragt. Die Prüfer kamen nach dem Audit zu dem Ergebnis, dass die enercity Netzgesellschaft mbH sehr gut organisiert und rechtssicher aufgestellt ist.

Grundsätzliches

  • Anforderungen an die Organisation
  • Aufbauorganisation (Organisationspläne, Verantwortlichkeiten, Vertretungsregelungen, Beauftragtenwesen)
  • Ablauforganisation (Personalqualifikation, Arbeitssicherheit, Leitungsdokumentation, Regelwerksverwaltung, Beauftragung Dritter, Risikobewertung)
  • Übergreifende, allgemeine Organisationsanforderungen (Materialwirtschaft, Auswahl und Prüfung von Arbeitsmitteln, Brand- und Objektschutz, Erste Hilfe, Abfall- und Gefahrstoffe, Elektrotechnische Anlagen, Fernwirkanlage, Betriebsfunk, DV-Infrastruktur, Elektronische Dokumentation)
  • Bereitschaftsdienst und Entstörungsmanagement (Organisation, Meldestelle, Entstörungsdienst, Auswertung von Störungen)

Fachlicher Teil der Auditierung

  • Grundsätze
  • Genehmigungen und Prüfungen
  • Anweisungen
  • Planung
  • Bau
  • Betriebsführung und Instandhaltung
  • Technische Ausstattung