Aus analog wird digital.

Bis zum Jahr 2032 erhalten alle unsere Kunden einen digitalen Stromzähler. Das sind rund 390.000 moderne Messeinrichtungen und rund 25.000 intelligente Messsysteme, die wir nach und nach ersetzen. Wenn die Eichfrist bei Ihrem Stromzähler abläuft, ist es soweit. Ihr analoger Stromzähler hat ausgedient und Sie erhalten eine moderne oder intelligente Messeinrichtung. Wir benachrichtigen Sie rechtzeitig.
Moderne Messeinrichtung
Intelligentes Messsystem

Die moderne Messeinrichtung unterstützt Sie künftig besser beim Energiesparen. Beantragen Sie einfach Ihre individuelle PIN. Über diese Eingabe können Sie sich die Stromverbräuche der letzten 24 Monate über verschiedene Zeiträume anzeigen lassen. Zusätzlich können Sie mit diesem Messsystem prüfen, wie hoch der Gesamtverbrauch Ihrer angeschlossenen Geräte ist.

Wird eingebaut:

  • Wenn Sie unter 6000 Kilowattstunden Strom im Jahr verbrauchen oder eine Erzeugungsanlage installiert haben, die eine Leistung von weniger als 7kW hat.

Ihr neuer Zähler kann mehr:

  • Sie haben durch den Einbau der modernen Messeinrichtung die Möglichkeit Ihre persönlichen Verbrauchsdaten jederzeit abzurufen. 
  • Hierfür ist die Eingabe einer PIN erforderlich. Diese können Sie ganz einfach bei uns beantragen.
Jetzt PIN beantragen

Häufig gestellte Fragen

Wir beantworten Ihre Fragen zu modernen Messeinrichtungen.

Warum muss enercity netz meinen Stromzähler auswechseln?

Als Ihr grundzuständiger Messstellenbetreiber ersetzen wir nach und nach sämtliche der rund 400.000 Stromzähler in unserem Netzgebiet durch moderne Messeinrichtungen (digitale Zähler). Hintergrund ist ein bundesweites Gesetz, das den Tausch aller Stromzähler vorsieht. Wir sind verantwortlich für den Einbau, Betrieb und Wartung Ihres Zählers einschließlich der Aufbereitung der Messwerte und Übermittlung dieser Daten an Ihren Stromlieferanten.



Was ist eine intelligentes Messsystem?

Ein intelligentes Messsystem ist eine moderne Messeinrichtung, die über ein Smart Meter Gateway kommunikativ angebunden ist. Über intelligente Messsysteme können Messdaten, zum Beispiel der Stromverbrauch, die Leistung oder die eingespeiste Energie, fernabgelesen werden und zusätzlich Erzeugungsanlagen und Lasten gesteuert werden.



Warum benötige ich ein ein intelligentes Messsystem und wie funktioniert es?

Das intelligente Messsystem überträgt die notwendigen Daten an die berechtigten Marktteilnehmer. Berechtigte Marktteilnehmer sind insbesondere der Messstellenbetreiber sowie Ihr Stromlieferant.

Sie erhalten ein intelligentes Messsystem bei einem Jahresverbrauch größer 6.000 kWh oder wenn Sie eine Erzeugungsanlage mit einer installierten Leistung größer 7 kW haben.



Warum wechselt enercity netz den Stromzähler obwohl ich nicht Kunde von enercity bin?

Als grundzuständiger Messstellenbetreiber sind wir für die Zähler zuständig und nicht der Energievertrieb, bei dem Sie Kunde für die Energielieferung sind. Es findet ein Datenaustausch zu den Zählerständen zwischen enercity netz und den jeweiligen Energielieferanten statt. Sie müssen sich um nichts kümmern.



Muss ich persönlich anwesend sein oder kann ich zum Beispiel meinen Nachbarn oder Hausmeister bitten, den Termin wahrzunehmen?

Sehr gerne können Sie eine Person damit beauftragen.



Wie komme ich an meinen Zähler?

Bitte wenden Sie sich an Ihren Hausmeister oder Eigentümer.



Wird der gleiche Zählertyp wieder eingebaut?

Es werden im Strom nur noch moderne Messeinrichtungen eingebaut. Welche moderne Messeinrichtung Sie bekommen, hängt davon ab, was Sie durchschnittlich verbrauchen beziehungsweise für was Sie diesen Zähler nutzen. Die Zähler können auch andere Fabrikate sein, sind aber in ihrer Funktion gleich.



Wer baut den digitalen Zähler ein?

Für den Austausch des herkömmlichen Zählers gegen eine moderne Messeinrichtung beziehungsweise ein intelligentes Messsystem nehmen wir oder ein von uns beauftragter Dienstleister Kontakt mit Ihnen auf. Den geplanten Wechsel des Zählers kündigen wir rechtzeitig mit einem Schreiben an. In dem Schreiben nennen wir einen Termin für den Austausch des Zählers und auch den beauftragten Dienstleister.

Sofern der Zähler frei zugänglich ist, zum Beispiel im Treppenaufgang oder einem Zähler-/Kellerraum eines Mehrfamilienhauses, ist Ihre Anwesenheit bei dem Wechsel nicht erforderlich. Für den Wechsel müssen wir Ihre Stromversorgung für circa 15 Minuten unterbrechen. Um etwaige Beschädigungen an empfindlichen elektronischen Geräten auszuschließen, sollen derartige Geräte für die Dauer der Unterbrechung vom Stromnetz getrennt werden.

Nach dem Wechsel erhalten Sie eine Informationskarte mit der Zählernummer des alten und neuen Zählers. Auf der Karte sind zusätzlich die Zählerstände des alten Zählers und des neuen Zählers beim Einbau notiert.



Kommen Kosten auf mich zu?

Nein, im Rahmen eines von uns veranlassten Zählerwechsels kommen keine Kosten auf Sie zu.



Bekomme ich eine neue Zählernummer?

Ja, Ihre Zählernummer ändert sich durch den Austausch des Zählers.



WIe gestalten sich die Kosten und Rechnungsstellung von digitalen Zählern?

Im Messstellenbetriebsgesetz sind für den grundzuständigen Messstellenbetreiber Preisobergrenzen für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme vorgegeben. Unsere Entgelte finden Sie in unserem Preisblatt.

Bei modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen kann die Abrechnung des Messstellenbetriebs durch den Stromlieferanten oder den grundzuständigen Messstellenbetreiber erfolgen. Sie entscheiden dies durch die Wahl des Tarifs beim Stromlieferanten.

Übernimmt der Stromlieferant die Abrechnung des Messstellenbetriebs nicht, erfolgt die Abrechnung direkt durch den grundzuständigen Messstellenbetreiber. Sie erhalten in diesem Fall eine Rechnung von uns.

Falls Sie einen Energieliefervertrag mit einem Lieferanten abgeschlossen haben, der den Messstellenbetrieb nicht beinhaltet, kommt dabei ein Messstellenvertrag zwischen Ihnen und uns als grundzuständiger Messstellenbetreiber automatisch zustande, dadurch dass Sie Elektrizität aus dem Netz entnehmen. Die gesetzliche Grundlage dafür bildet § 9 Absatz 3 Satz 1 des Messstellenbetriebsgesetzes.



Muss ich die Elektrogeräte ausschalten?

Wir empfehlen die Elektrogeräte für den Zählerwechsel eines Stromzählers für die Wechseldauer von circa 15 Minuten vom Netz zu nehmen.



Wie sicher sind meine Daten?

Bei modernen Messeinrichtungen ist der Abruf der detaillierten persönlichen Stromverbrauchsdaten und der momentanen Leistung durch eine persönliche Identifikationsnummer (PIN) vor einem Zugriff durch Unberechtigte geschützt.

Bei einer optionalen Fernablesung der modernen Messeinrichtung erfolgt die Übertragung der Zählerstände per LoRa-Funk und LoRaWAN®-Protokoll. Die Daten werden zweifach nach dem aktuellen Stand der Technik (128 Bit AES) verschlüsselt. Der Übertragungsweg ist daher sicherer als die Ablesung über Selbstablesekarte. Der Zähler überträgt neben technischen Statusinformationen die Zählernummer und den Zählerstand. Eine Zuordnung des Zählers und der Zählerstände zum Kunden erfolgt, wie bei der Ablesung per Karte oder Ableser:in, erst in unseren IT-Systemen.

Für intelligente Messsysteme werden durch das Messstellenbetriebsgesetz Schutzprofile und Technische Richtlinien zur Gewährleistung von Datenschutz, Datensicherheit und Interoperabilität verbindlich geregelt. Dadurch wird ein einheitliches und sehr hohes Sicherheitsniveau gewährleistet. Hauptverantwortlich für die Erstellung der Schutzprofile und Richtlinie ist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), welches auch die Systeme zertifiziert. Das BSI ist ebenfalls für die Fortentwicklung der Schutzprofile verantwortlich. Wir setzen ausschließlich zertifizierte intelligente Messsysteme ein.



Kann ich den Messstellenbetreiber wechseln?

Als Anschlussnutzer haben Sie das Recht, einen anderen Messstellenbetreiber zu wählen, sofern der andere Messstellenbetreiber den einwandfreien Messstellenbetrieb gewährleistet.

Sie sind in der Regel Anschlussnutzer, wenn Sie als Eigentümer oder Mieter ein Gebäude/eine Wohnung bewohnen. Das Auswahlrecht für Anschlussnutzer ist im § 5 und § 14 des Messstellenbetriebsgesetzes geregelt.



Was ist die gesetzliche Grundlage?

Mit dem am 2. September 2016 in Kraft getretenen Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende wurden eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen geändert. Dazu zählt die Bündelung aller Regelungen zum Messstellenbetrieb und zur Messung im neuen Messstellenbetriebsgesetz (MsbG). Mit dem Inkrafttreten des MsbG wurden zum Beispiel das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) angepasst. Insgesamt waren 15 Gesetze und Verordnungen betroffen.

Der seit 2017 begonne Austausch der herkömmlichen Zähler durch moderne Messeinrichtungen oder intelligente Messsysteme basiert auf den Regelungen des MsbG.
Der § 1 MsbG regelt grundsätzlich den Anwendungsbereich des Gesetzes
zur Ausstattung von Messstellen der leitungsgebundenen Energieversorgung mit modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen, zur Ausgestaltung des Messstellenbetriebs und zur freien Wahl eines Messstellenbetreibers, zur Aufgabentrennung von Messstellenbetrieb und Netzbetrieb, zu technischen Mindestanforderungen an den Einsatz von intelligenten Messsystemen, zur energiewirtschaftlichen Datenkommunikation und zur allgemeinen Datenkommunikation mit Smart-Meter-Gateways, zur Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von Messwerten und weiteren personenbezogenen Daten zur Erfüllung von vorvertraglichen Verpflichtungen, von Verträgen, rechtlichen Verpflichtungen und zur Erfüllung von Aufgaben im öffentlichen Interesse.

Welche Art von neuem Zähler (intelligentes Messsystem oder moderne Messeinrichtung) bei einem Kunden installiert wird, ist im § 29 MsbG geregelt.


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Unsere Teams Messwesen Strom und Messwesen Gas helfen Ihnen gerne weiter.
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