Erneuerung Zubringerleitung Fuhrberg 1 ab 2020

Im Anschluss der Arbeiten an der Zubringerleitung Fuhrberg 2 ist die Erneuerung der Leitung Fuhrberg 1 geplant. Diese Graugussleitung aus dem Jahr 1958 hat einen Innendurchmesser von 60 cm und soll mit den gleichen Rohren wie die Fuhrberg 2 erneuert werden. Aktuell läuft hier ein Verfahren zu einem möglichen neuen Trassenverlauf. Derzeit verlaufen die Versorgungsleitungen auf 3,0 Kilometern in der Dorfstraße und Am Ortfelde. Die Gesamtlänge der zu erneuernden Leitung liegt bei 3,6 Kilometern. Die Bauzeit würde circa 2,5 Jahre dauern und zu einer hohen Belastung der anliegenden Bevölkerung und Geschäftsleute führen. Eine aufwändige Verkehrslenkung mit Vollsperrungen und Ampelanlagen wäre erforderlich.

Baumaßnahme Hauptwasserleitung Fuhrberg I Trassenverlauf

Bildbeschreibung: Leitung Fuhrberg 1 und Alternativtrasse

Trasse

Die enercity Netz GmbH favorisiert eine Trasse, die südlich, außerhalb des Ortskerns liegen würde. Für den vorgeschlagenen Verlauf, hauptsächlich über Wirtschaftswege und Feldflächen, sprechen einige Gründe:

  • Die Beeinträchtigungen der Anlieger und des Individual- und öffentlichen Nahverkehrs würden erheblich geringer ausfallen.
  • Der geplante Straßenausbau der Region Hannover könnte weitestgehend parallel verlaufen.
  • Die Bauzeit würde sich trotz größerer Trassenlänge von etwa 5,2 Kilometern verkürzen, da der Baustellenaufwand innerorts deutlich höher ist und weniger Meter Leitung pro Tag verlegt werden können.
  • Die Variante außerhalb des Ortes wäre deutlich ökologischer, da wesentlich weniger Asphaltoberfläche aufgebrochen, entsorgt und wieder hergestellt werden muss. Des Weiteren  kann der vorhandene Bodenaushub zum Großteil wieder eingebaut werden.
  • Auf der Trasse außerhalb der Ortslage ist mit wenigen Fremdleitungen zu rechnen. Eine trassengleiche Erneuerung in der Ortsdurchfahrt würde, aufgrund einer notwendigen größeren Dimension der neuen Versorgungsleitung, nicht durchgängig möglich sein. Die Zubringerleitung ist in den letzten 60 Jahren mit diversen Fremdleitungen überbaut worden. Aufgrund der geringen Trassenfreiräume wären der teilweise erforderliche Ausbau der alten Leitung sowie die Neuverlegung mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden.
  • Die angestrebte Leitungsüberdeckung mit 1,2 Metern Erde nach Regelwerk wäre am Ortsrand möglich. Diese kann in der Ortsdurchfahrt ebenfalls aufgrund der Fremdleitungen nicht eingehalten werden. Eine tiefere Verlegung ist ökonomisch und ökologisch nicht sinnvoll. Bei späteren Wartungs- und Reparaturarbeiten ist eine große Rohrüberdeckung von Nachteil.
  • Bei einer Umgehung der Ortschaft entstehen trotz Mehrlänge keine höheren Kosten. Die Trassenführung innerorts birgt viele nicht kalkulierbare Risiken wie nicht dokumentierte Leitungen und Hindernisse, Folgeschäden an Gebäuden und anderen Leitungen durch Grundwasserabsenkung und Verdichtungsarbeiten und einige mögliche mehr.

Die neue Trasse erfordert unter anderem die Zustimmung der Region Hannover, der Gemeinde Isernhagen und der betroffenen Grundstückseigentümer. Ist das Verfahren entschieden, wird die enercity Netz GmbH ausführlich über das Ergebnis an die Öffentlichkeit berichten.