Netzentgelte Strom

Auf Basis der von der Bundesnetzagentur gemäß den Bestimmungen der Anreizregulierungsverordnung festgesetzten Erlösobergrenzen für das örtliche Verteilnetz hat die enercity Netzgesellschaft mbH Netzentgelte kalkuliert und hier veröffentlicht.

Umfang der Netzentgelte

Die enercity Netzgesellschaft mbH stellt ihr Stromnetz allen Netznutzern zur Verfügung. Hierbei beinhalten die Preise für die Berechnung des Netzentgeltes folgende Komponenten:

  • Nutzung der Netzinfrastruktur
    Das Entgelt für die Nutzung der Netzinfrastruktur umfasst den Bau, Betrieb, Instandhaltung und Erneuerung der Leitungen, Schaltanlagen, Transformatoren und sonstigen Einrichtungen.
  • Systemdienstleistungen
    Die Systemdienstleistungen dienen der Gewährleistung eines zuverlässigen und sicheren Netzbetriebs; dazu gehören Frequenzhaltung, Spannungshaltung und Betriebsführung.
  • Deckung der Übertragungsverluste
    Bei der Übertragung elektrischer Energie entstehen in den Betriebsmitteln elektrische Verluste, die ausgeglichen werden müssen.

Zusätzlich zu den Netzentgelten wird berechnet

  • Messung und Zähldatenbereitstellung
    Die Preise hängen von der technischen Auslegung des Netzanschlusses und den Mess- und Zähleinrichtungen ab.
  • Konzessionsabgabe
    Die Höhe der Konzessionsabgabe richtet sich nach der jeweils geltenden Konzessionsabgabenverordnung und nach den mit der betreffenden Gemeinde beziehungsweise Stadt vereinbarten Abgabesätzen.
  • Umlage gemäß Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWK-G)
  • Umlage nach § 19 StromNEV
    Aufgrund des § 19 Abs. 2 StromNEV wird ab dem 1. Januar 2012 eine Umlage erhoben.
  • Offshore-Haftungsumlage
    Aufgrund des § 17 f Abs. 5 EnWG wird ab dem 1. Januar 2013 eine Offshore-Haftungsumlage erhoben.
  • Umlage für abschaltbare Lasten
    Aufgrund des § 18 der Verordnung über die Vereinbarung zu abschaltbaren Lasten wird ab dem 1. Januar 2014 eine Umlage erhoben.

Künftige, die Netznutzung betreffende Abgaben und die Umsatzsteuer werden mit dem jeweils geltenden Satz auf alle Preise aufgeschlagen.

 

Leitfaden zur Entgeltermittlung

1. Netznutzer mit Lastgangzähler

Zur Bestimmung der Entgelte für Netznutzer mit Lastgangzählung sind zunächst folgende Daten erforderlich:

  • Ort und Spannungsebene (in kV) der Entnahmestelle
  • Jahresarbeit E in kWh der transportierten Energie
  • Jahreshöchstleistung P in kW (höchster ¼-h-Mittelwert im Kalenderjahr)

Aus den Netznutzerdaten wird die Jahresbenutzungsdauer T berechnet als Quotient aus Jahresarbeit E und Jahreshöchstleistung P. Die Jahresbenutzungsdauer ist zur Bestimmung des Netzentgeltes erforderlich.

Für die Netznutzung finden sich als zugehörige Preise im Preisblatt 1 jeweils ein jährlicher Leistungspreis (Euro/(kW · a)) und ein Arbeitspreis (ct/kWh) in Abhängigkeit von der Entnahmestelle des Netznutzers. Das Netzentgelt ergibt sich aus der Summe der Einzelmultiplikationen aus Leistungspreis mit Jahreshöchstleistung P und Arbeitspreis mit Jahresarbeit E.

2. Netznutzer mit Lastgangzähler nach § 19 Abs. 2 Strom NEV

Aufgrund ihres Lastverhaltens können Netznutzer gemäß § 19 Abs. 2 Satz 1 Strom NEV als Netznutzer mit atypischer Netznutzung bzw. gemäß § 19 Abs. 2 Satz 2 Strom NEV als Netznutzung mit intensiver Netznutzung eingestuft werden. Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an unsere Ansprechpartner.

3. Netznutzer ohne Lastgangzähler

Für Netznutzer im Niederspannungsnetz ohne Lastgangzähler wird ein Grund- (ab 1. Januar 2016) und Arbeitspreis erhoben (Preisblatt 2).

Bei Netznutzern mit einer Jahresarbeit von weniger als 100.000 kWh/a erfolgt grundsätzlich eine Belieferung über das analytische Lastprofilverfahren. Derzeit wird das erweiterte analytische Lastprofilverfahren praktiziert.